Vitakka-vicāra: Unterschied zwischen den Versionen
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Vitarka (skr.) steht für den kognitiven Impuls des Denkens oder der anfänglichen Aufmerksamkeit, der der ersten [[Dhyana]]-Stufe zugeordnet wird (vgl. ([[Terje/Sacchet 2024]]). Mit dieser anfänglichen Geistesbewegung wird die Aufmerksamkeit einem Objekt zugewandt. "Vitarka (Angewandte Aufmerksamkeit) ist das erste Interesse. Es ist vergleichbar mit einer Biene, die auf eine Blume aufmerksam wird und zu ihr hinfliegt. Es stellt den ersten Schritt dar, die Aufmerksamkeit bewusst dorthin zu lenken, wo man sich sammeln möchte, beispielsweise auf den Atem im Beckenraum. Ohne diese Hinwendung wird keine Sammlung entstehen." ([https://ekayana-institut.de/mediathek/vitarka-vicara-in-der-meditation-der-weg-zur-tiefen-sammlung-samadhi/ Tilmann Lhündrup Borghardt]) | '''Vitarka''' (skr.) steht für den kognitiven Impuls des Denkens oder der anfänglichen Aufmerksamkeit, der der ersten [[Dhyana]]-Stufe zugeordnet wird (vgl. ([[Terje/Sacchet 2024]]). Mit dieser anfänglichen Geistesbewegung wird die Aufmerksamkeit einem Objekt zugewandt. | ||
*"'''Vitarka''' (Angewandte Aufmerksamkeit) ist das erste Interesse. Es ist vergleichbar mit einer Biene, die auf eine Blume aufmerksam wird und zu ihr hinfliegt. Es stellt den ersten Schritt dar, die Aufmerksamkeit bewusst dorthin zu lenken, wo man sich sammeln möchte, beispielsweise auf den Atem im Beckenraum. Ohne diese Hinwendung wird keine Sammlung entstehen. | |||
*'''Vicara''' (Anhaltende Aufmerksamkeit) folgt unmittelbar darauf. Es ist wie das Erkunden der Blüte durch die Biene. Man richtet die Aufmerksamkeit auf das Meditationsobjekt (z.B. den Atem) und erkundet, wie es sich anfühlt, und stabilisiert somit das Interesse. Ohne diese beiden Faktoren (Hinwendung und Stabilisieren) kann keine Sammlung entstehen." ([https://ekayana-institut.de/mediathek/vitarka-vicara-in-der-meditation-der-weg-zur-tiefen-sammlung-samadhi/ Tilmann Lhündrup Borghardt]) | |||
Synonyme: [https://en.wikipedia.org/wiki/Pali_language Pali]: ''[[vitakka]]''; [https://en.wikipedia.org/wiki/Tibetan_script tibetisch]: རྟོག་པ།, [https://en.wikipedia.org/wiki/Wylie_transliteration Wylie]: ''rtog pa'', [https://en.wikipedia.org/wiki/THL_Simplified_Phonetic_Transcription THL]: ''tokpa'' | Synonyme: [https://en.wikipedia.org/wiki/Pali_language Pali]: ''[[vitakka]]''; [https://en.wikipedia.org/wiki/Tibetan_script tibetisch]: རྟོག་པ།, [https://en.wikipedia.org/wiki/Wylie_transliteration Wylie]: ''rtog pa'', [https://en.wikipedia.org/wiki/THL_Simplified_Phonetic_Transcription THL]: ''tokpa'' | ||
Aktuelle Version vom 17. Juli 2026, 14:46 Uhr
Vitarka (skr.) steht für den kognitiven Impuls des Denkens oder der anfänglichen Aufmerksamkeit, der der ersten Dhyana-Stufe zugeordnet wird (vgl. (Terje/Sacchet 2024). Mit dieser anfänglichen Geistesbewegung wird die Aufmerksamkeit einem Objekt zugewandt.
- "Vitarka (Angewandte Aufmerksamkeit) ist das erste Interesse. Es ist vergleichbar mit einer Biene, die auf eine Blume aufmerksam wird und zu ihr hinfliegt. Es stellt den ersten Schritt dar, die Aufmerksamkeit bewusst dorthin zu lenken, wo man sich sammeln möchte, beispielsweise auf den Atem im Beckenraum. Ohne diese Hinwendung wird keine Sammlung entstehen.
- Vicara (Anhaltende Aufmerksamkeit) folgt unmittelbar darauf. Es ist wie das Erkunden der Blüte durch die Biene. Man richtet die Aufmerksamkeit auf das Meditationsobjekt (z.B. den Atem) und erkundet, wie es sich anfühlt, und stabilisiert somit das Interesse. Ohne diese beiden Faktoren (Hinwendung und Stabilisieren) kann keine Sammlung entstehen." (Tilmann Lhündrup Borghardt)
Synonyme: Pali: vitakka; tibetisch: རྟོག་པ།, Wylie: rtog pa, THL: tokpa
„angewandte Geistesbewegung“, (anfängliche) Untersuchung, und vicāra (विचार und 𑀯𑀺𑀘𑀸𑀭; tibetisch: དཔྱོད་པ།, Wylie: dpyod pa, THL: chöpa), „das Untersuchen dessen, worauf sich vitakka konzentriert hat, sind Eigenschaften oder Elemente des ersten dhyāna oder jhāna.Im Pali-Kanon bilden Vitakka-vicāra eine Form des Ausdrucks, die sich darauf bezieht, die eigenen Geistesbewegungen oder die Aufmerksamkeit auf ein Objekt (vitarka) zu richten und es zu untersuchen (vicāra), „es in seine funktionalen Komponenten zu zerlegen“, um es zu verstehen, und die Vielzahl der an einem phänomenalen Ereignis beteiligten Bedingungsfaktoren zu unterscheiden."Die spätere Kommentartradition des Theravada, wie sie in Buddhaghosas Visuddhimagga vertreten wird, interpretiert vitarka und vicāra als die anfängliche und anhaltende Anwendung von Aufmerksamkeit auf ein Meditationsobjekt, die in der Beruhigung des Geistes gipfelt. Laut Fox und Bucknell kann vitarka-vicāra auch als „normaler Prozess der diskursiven Geistesbewegung“ verstanden werden, der durch Versenkung in die zweite jhāna zur Ruhe kommt." (en.Wikipedia, übersetzt, gekürzt)