Jñānagarbha: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 21. Februar 2026, 06:01 Uhr
- Schüler von Shrigupta
- Lehrer von Marpa Chökyi Lodrö und von Śāntarakṣita
Aus Marpas Lied über sein Leben: "Ich reiste für den Dharma in das zentrale Land, Indien. Ich überquerte vergiftete Flüsse mit ungenießbarem Wasser. Das Gift auf meinem Körper [ließ] meine Haut wie die einer Schlange abblättern, [aber] ich wagte es, mein Leben um des Dharmas willen zu riskieren. Ich reiste in den Westen, in die Stadt Lakśetra, wo ich die Füße des glorreichen Jñānagarbha berührte." (Aus Ducher 2017)
"Dann ging er nach La-khye-tra und traf Jnānagarbha. Er hörte dem Guhyasamājā zu und erhielt Belehrungen über den Körper der Erscheinung und über die Leuchtkraft (luminosity)." Übersetzung von Ngam-rdzong ston-pa’s Biographie von Mar-pa. Aus: Ducher 2017, App.2
"Jñānagarbha (Sanskrit: ज्ञानगर्भ, Tibetisch: ཡེ་ཤེས་སྙིང་པོ་, Wyl. ye shes snying po) war ein buddhistischer Philosoph aus dem 8. Jahrhundert aus dem Nalanda-Kloster, der über Madhyamaka und Yogacara schrieb und als Teil der Svatantrika-Tradition von Bhāviveka gilt. Er war ein Schüler von Shrigupta und der Lehrer und Ordinationsmeister von Śāntarakṣita. Tibetische Quellen bezeichnen ihn, Santaraksita und Kamalaśīla als rang rgyud shar gsum, was „die drei östlichen Svātantrikas” bedeutet und auf ihre Herkunft aus Ostindien hinweist." (Wikipedia, Übersetzt mit DeepL)
Philosophie und Werke
"In seiner überwiegend Svatantrika-Interpretation der Madhyamaka -Philosophie integrierte Jñānagarbha Aspekte der Yogācāra -Philosophie und der Erkenntnistheorie von Dharmakirti und kann daher wie sein Schüler Śāntarakṣita als Vermittler zwischen den verschiedenen buddhistischen Philosophiesystemen angesehen werden. Er ist vor allem für sein Werk „Die Unterscheidung der zwei Wahrheiten” (Skt. Satyadvayavibhaṅga, Wyl. bden gnyis rnam ‘byed) bekannt. Dieses Werk versuchte vor allem, die Sichtweisen von Dharmapala von Nalanda und seinen Anhängern zu kritisieren. Ein Meditationstext mit dem Titel „Der Weg zur Praxis des Yoga” (Yoga-bhavana-marga oder -patha) wird ihm ebenfalls von tibetischen Quellen zugeschrieben. Möglicherweise hat er auch einen Kommentar zum Sandhinirmocana Sutra verfasst, einem wichtigen Sutra der Yogacara-Schule. Es ist jedoch möglich, dass der Autor dieses Textes tatsächlich ein anderer Schriftsteller namens Jñānagarbha war.
Jñānagarbhas Satyadvayavibhaṅga analysiert die Madhyamaka-Zwei-Wahrheiten-Lehre von konventioneller Wahrheit und letztendlich Wahrheit. Er verteidigt die Rolle des konzeptuellen Denkens und der Argumentation gegen diejenigen, die jegliches konzeptuelle Denken und Theoretisieren abschaffen wollen (z. B. Candrakīrti). Wie andere Madhyamikas auch ist das Ziel seines Vorhabens jedoch eine Form des Gewahrseins, die frei von allen Konzepten ist, obwohl sie laut Jñānagarbha durch konzeptuelles Denken erreichbar ist. Jñānagarbha vertrat die Ansicht, dass Sprache und Argumentation zwar auf einer Ontologie von Ursache und Wirkung basieren, die letztlich leer und unwirklich ist, aber dennoch zur letztendlichen Wahrheit führen können, und zwar durch eine logische Analyse, die die unhaltbaren Annahmen der Vernunft und Kausalität selbst verwirklicht."(Wikipedia, Übersetzt mit DeepL)
Name eines Tathagatha
"Jñānagarbha (ज्ञानगर्भ) ist der Name eines Tathāgata (Buddha), der im Mañjuśrīmūlakalpa aus dem 6. Jahrhundert als Teilnehmer an den Lehren erwähnt wird: eines der größten Kriyā-Tantras, das Mañjuśrī (dem Bodhisattva des zeitlosen Gewahrseins) gewidmet ist und eine Enzyklopädie des Wissens darstellt, die sich in erster Linie mit rituellen Elementen im Buddhismus befasst. Die Lehren in diesem Text stammen von Mañjuśrī und wurden Buddha Śākyamuni in Anwesenheit eines großen Publikums (einschließlich Jñānagarbha) vermittelt."(Wisdomlibrary)