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Repa Shiwa Ö: Unterschied zwischen den Versionen

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'''[[Repa]] Shiwa Ö རས་པ་ཞི་བ་འོད། 1088 (?) - ''' (Quelle: [https://milarepa.info/disciples/ milarepa.info])
'''[[Repa]] Shiwa Ö རས་པ་ཞི་བ་འོད། 1088 (?) - ''' (Quelle: [https://milarepa.info/disciples/ milarepa.info])


"Ein gutaussehender und arroganter junger Mann namens '''Shuyé Dharma Wangchuk''' begegnete Milarepa am Flussufer in der Nähe von Silver Spring und begann, ihm zu folgen. Der junge Mann wurde später als Repa Shiwa Ö bekannt, einer der acht Herzenssöhne. Diese Begegnung war Milarepa am Tag zuvor von einer Dakini prophezeit worden.
(Anmerkung: Aus der Prophezeiung der Dakini in Milarepas Traum lässt sich schließen, dass dieser junge Mann zu dieser Zeit 20 Jahre alt war.)" ([https://milarepa.info/disciples/ milarepa.info], übersetzt mit DeepL)
[https://ganachakra.com/wp-content/uploads/2013/10/repa-shiwa-o.jpg https://ganachakra.com/wp-content/uploads/2013/10/repa-shiwa-o.jpg]
"Shiwa Ö war einer der „acht großen Herzenssöhne“ von Milarepa, dem berühmtesten Yogi-Heiligen Tibets. Die Geschichte seiner Begegnung mit Milarepa (1052–1135) wird in „Die Begegnung an der Silberquelle“ erzählt, einem der „Hunderttausend Lieder von Milarepa“, übersetzt von Garma C.C. Chang.
Den Liedern zufolge war Shuye Tarma Wangchuk, der später als Shiwa Ö bekannt werden sollte, der junge Spross einer wohlhabenden tibetischen Familie. Obwohl er mit buddhistischen Praktiken vertraut war, widmete er sich ganz seinem Leben als wohlhabender Lebemann. Als reicher tibetischer Adliger besaß er unter anderem makellos geschneiderte Kleidung, teuren Schmuck, ein edles Reitpferd, Ländereien, einen exquisit verzierten Bogen und Pfeile sowie ein außergewöhnliches Messer in einer mit Edelsteinen besetzten Scheide.
Als er eines Tages zu Pferd unterwegs war, um sich mit einigen Freunden zu einer Feier zu treffen, kam Tarma Wangchuk an einen Fluss. Dort sah er Milarepa, der kaum mehr als seine Bettlerfetzen trug und am Ufer lag. Milarepa gab vor, aufgrund seines hohen Alters zu schwach zu sein, und bat Tarma Wangchuk, ihm über den Fluss zu helfen, doch dieser lehnte ab, da ihn Milarepas Erscheinung abstieß. Tarma Wangchuk versuchte daraufhin, den Fluss mit seinem Pferd zu durchqueren, doch als sein Pferd in der Strömung ins Straucheln geriet, sah er zu seiner großen Verwunderung, wie Milarepa auf dem Wasser an ihm vorbei über den Fluss ging.
In der Nacht zuvor hatte Jetsun Milarepa in einem Traum eine dunkelhäutige Frau gesehen, die einen etwa zwanzigjährigen jungen Mann mitbrachte und zu Milarepa sagte: „Dein Herz besteht aus acht Teilen, und dies ist einer davon“, und verschwand. Milarepa dachte daraufhin, sie sei eine Dakini gewesen, die prophezeite, dass er acht enge Schüler haben werde, die wie sein Herz seien. Dies ist der Beginn des Konzepts der „acht Herzsöhne“ Milarepas.
Als er erkannte, dass Milarepa ein vollendeter Meister war, bat er ihn inständig, zahlreiche Gaben anzunehmen, im Gegenzug dafür, dass er ihm Unterweisungen erteile. Er bot Milarepa seine verschiedenen Besitztümer an, darunter sein Pferd, Kleidung, Schmuck, Waffen und Ländereien. Milarepa lehnte jedes Angebot nacheinander ab, mit Versen wie den folgenden:
''Höre mir zu, du naiver junger Mann! Vom Dach meiner Hütte im Schneegebirge fließt die Quintessenz aus Milch und Nektar. Obwohl sie nicht aus Gold oder Juwelen besteht, würde ich sie nicht in Tongefäße gießen. Um meine Taille ist der arme Mann mit starkem Willen an einen Baumwollgürtel fanatischer Hingabe gebunden! Die Abwesenheit von Heuchelei und Scheinheiligkeit ist das Muster meines Gürtels.
Strahlende Weisheit ist mein Messer, seine Scheide das Vertrauen in die drei Maße.''
''Glaube und Fleiß im Dharma sind meine gold-silberne Schnur. Die Schönheit des Dharma ist der Glanz über allem. Damit mich die Göttinnen nicht bestrafen, habe ich in der Vergangenheit, als ich lehrte, nie um Reichtum oder Geld gebeten, und werde es auch jetzt nicht tun. Lieber Junge, du darfst nach Hause gehen; ich will deine Gaben nicht.''
Milarepa, Die hunderttausend Lieder des Milarepa, übersetzt von Garma C.C. Chang (Oriental Studies Foundation 1962), S. 172.
Auf diese Weise wies Milarepa immer wieder darauf hin, dass, sobald man das dharmische Äquivalent jedes materiellen Besitzes erreicht habe, Tarma Wangchuks materielle Opfergaben keinen Wert mehr hätten. In seiner Verzweiflung bot Tarma Wangchuk an, seine Schwester Milarepa als Dienerin zu überlassen, doch Milarepa lehnte auch dies ab und forderte Tarma Wangchuk erneut auf, nach Hause zu gehen.
In seiner Verzweiflung erkannte Tarma Wangchuk, dass materielle Besitztümer für Milarepa keinen Wert hatten, und gestand den Irrtum seiner fehlgeleiteten Versuche, Milarepa Opfergaben darzubringen; er deutete sogar an, er würde Selbstmord begehen, sollte Milarepa sich weigern, ihn auf den richtigen Weg zu weisen. Als Antwort auf Tarma Wangchuks aufrichtiges Flehen gab Milarepa nach. Aufgrund eines prophetischen Traums wusste Milarepa, dass Tarma Wangchuk das Zeug dazu hatte, ein großer Schüler zu werden. Aufgrund seiner starken Verbindung zum Pfad erkannte Milarepa, dass Tarma Wangchuk in der Lage war, von den Lehren zu profitieren. Milarepa gab ihm Anweisungen, sich von Anhaftung zu befreien.
Tarma Wangchuk praktizierte vier Monate lang eifrig. Auf Milarepas Anweisung hin erhielt er verschiedene Lehren und Abhishekas (Einweihungen) vom Übersetzer Bari Lotsawa. Anschließend lebte und studierte er fünf Jahre lang bei Milarepa. Milarepa übertrug ihm die Sechs Yogas des [[Naropa]], das Mahamudra des [[Maitripa]], und nachdem er diese vollendet hatte, übertrug Milarepa ihm die Kernanweisungen der geflüsterten Überlieferungslinie. Milarepa gab Tarma Wangchuk den neuen Namen „Repa Shiwa Ö“, was so viel bedeutet wie „der in Baumwolle gekleidete Yogi des Lichts des Friedens“.
Von diesem Zeitpunkt an trug Repa Shiwa Ö niemals Lederschuhe, kleidete sich ausschließlich in ein einziges Stück weißer Baumwollkleidung, legte nie mehr als zwei Tage Proviant an und kehrte nie in seine Heimat zurück. Er verzichtete darauf, sich bloß auf Worte zu fixieren, und praktizierte ununterbrochen. Schließlich erlangte er noch zu Lebzeiten die vollkommene Erleuchtung.
Dieser Bericht basiert auf Die hunderttausend Lieder des Milarepa."([https://dpr.info/biography/reincarnation/dzogchen-ponlop-early-incarnations/ Dzogchen Ponlop Rinpoche], übersetzt mit DeepL)


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'''Siehe auch'''
* [https://milarepa.info/ Milarepa.info]
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Aktuelle Version vom 19. September 2026, 05:45 Uhr

Repa-Shiwa-O%CC%88-237x300.jpeg.webp

Repa Shiwa Ö རས་པ་ཞི་བ་འོད། 1088 (?) - (Quelle: milarepa.info)

"Ein gutaussehender und arroganter junger Mann namens Shuyé Dharma Wangchuk begegnete Milarepa am Flussufer in der Nähe von Silver Spring und begann, ihm zu folgen. Der junge Mann wurde später als Repa Shiwa Ö bekannt, einer der acht Herzenssöhne. Diese Begegnung war Milarepa am Tag zuvor von einer Dakini prophezeit worden. (Anmerkung: Aus der Prophezeiung der Dakini in Milarepas Traum lässt sich schließen, dass dieser junge Mann zu dieser Zeit 20 Jahre alt war.)" (milarepa.info, übersetzt mit DeepL)

repa-shiwa-o.jpg

"Shiwa Ö war einer der „acht großen Herzenssöhne“ von Milarepa, dem berühmtesten Yogi-Heiligen Tibets. Die Geschichte seiner Begegnung mit Milarepa (1052–1135) wird in „Die Begegnung an der Silberquelle“ erzählt, einem der „Hunderttausend Lieder von Milarepa“, übersetzt von Garma C.C. Chang. Den Liedern zufolge war Shuye Tarma Wangchuk, der später als Shiwa Ö bekannt werden sollte, der junge Spross einer wohlhabenden tibetischen Familie. Obwohl er mit buddhistischen Praktiken vertraut war, widmete er sich ganz seinem Leben als wohlhabender Lebemann. Als reicher tibetischer Adliger besaß er unter anderem makellos geschneiderte Kleidung, teuren Schmuck, ein edles Reitpferd, Ländereien, einen exquisit verzierten Bogen und Pfeile sowie ein außergewöhnliches Messer in einer mit Edelsteinen besetzten Scheide. Als er eines Tages zu Pferd unterwegs war, um sich mit einigen Freunden zu einer Feier zu treffen, kam Tarma Wangchuk an einen Fluss. Dort sah er Milarepa, der kaum mehr als seine Bettlerfetzen trug und am Ufer lag. Milarepa gab vor, aufgrund seines hohen Alters zu schwach zu sein, und bat Tarma Wangchuk, ihm über den Fluss zu helfen, doch dieser lehnte ab, da ihn Milarepas Erscheinung abstieß. Tarma Wangchuk versuchte daraufhin, den Fluss mit seinem Pferd zu durchqueren, doch als sein Pferd in der Strömung ins Straucheln geriet, sah er zu seiner großen Verwunderung, wie Milarepa auf dem Wasser an ihm vorbei über den Fluss ging. In der Nacht zuvor hatte Jetsun Milarepa in einem Traum eine dunkelhäutige Frau gesehen, die einen etwa zwanzigjährigen jungen Mann mitbrachte und zu Milarepa sagte: „Dein Herz besteht aus acht Teilen, und dies ist einer davon“, und verschwand. Milarepa dachte daraufhin, sie sei eine Dakini gewesen, die prophezeite, dass er acht enge Schüler haben werde, die wie sein Herz seien. Dies ist der Beginn des Konzepts der „acht Herzsöhne“ Milarepas. Als er erkannte, dass Milarepa ein vollendeter Meister war, bat er ihn inständig, zahlreiche Gaben anzunehmen, im Gegenzug dafür, dass er ihm Unterweisungen erteile. Er bot Milarepa seine verschiedenen Besitztümer an, darunter sein Pferd, Kleidung, Schmuck, Waffen und Ländereien. Milarepa lehnte jedes Angebot nacheinander ab, mit Versen wie den folgenden:

Höre mir zu, du naiver junger Mann! Vom Dach meiner Hütte im Schneegebirge fließt die Quintessenz aus Milch und Nektar. Obwohl sie nicht aus Gold oder Juwelen besteht, würde ich sie nicht in Tongefäße gießen. Um meine Taille ist der arme Mann mit starkem Willen an einen Baumwollgürtel fanatischer Hingabe gebunden! Die Abwesenheit von Heuchelei und Scheinheiligkeit ist das Muster meines Gürtels. Strahlende Weisheit ist mein Messer, seine Scheide das Vertrauen in die drei Maße.

Glaube und Fleiß im Dharma sind meine gold-silberne Schnur. Die Schönheit des Dharma ist der Glanz über allem. Damit mich die Göttinnen nicht bestrafen, habe ich in der Vergangenheit, als ich lehrte, nie um Reichtum oder Geld gebeten, und werde es auch jetzt nicht tun. Lieber Junge, du darfst nach Hause gehen; ich will deine Gaben nicht.

Milarepa, Die hunderttausend Lieder des Milarepa, übersetzt von Garma C.C. Chang (Oriental Studies Foundation 1962), S. 172.


Auf diese Weise wies Milarepa immer wieder darauf hin, dass, sobald man das dharmische Äquivalent jedes materiellen Besitzes erreicht habe, Tarma Wangchuks materielle Opfergaben keinen Wert mehr hätten. In seiner Verzweiflung bot Tarma Wangchuk an, seine Schwester Milarepa als Dienerin zu überlassen, doch Milarepa lehnte auch dies ab und forderte Tarma Wangchuk erneut auf, nach Hause zu gehen. In seiner Verzweiflung erkannte Tarma Wangchuk, dass materielle Besitztümer für Milarepa keinen Wert hatten, und gestand den Irrtum seiner fehlgeleiteten Versuche, Milarepa Opfergaben darzubringen; er deutete sogar an, er würde Selbstmord begehen, sollte Milarepa sich weigern, ihn auf den richtigen Weg zu weisen. Als Antwort auf Tarma Wangchuks aufrichtiges Flehen gab Milarepa nach. Aufgrund eines prophetischen Traums wusste Milarepa, dass Tarma Wangchuk das Zeug dazu hatte, ein großer Schüler zu werden. Aufgrund seiner starken Verbindung zum Pfad erkannte Milarepa, dass Tarma Wangchuk in der Lage war, von den Lehren zu profitieren. Milarepa gab ihm Anweisungen, sich von Anhaftung zu befreien. Tarma Wangchuk praktizierte vier Monate lang eifrig. Auf Milarepas Anweisung hin erhielt er verschiedene Lehren und Abhishekas (Einweihungen) vom Übersetzer Bari Lotsawa. Anschließend lebte und studierte er fünf Jahre lang bei Milarepa. Milarepa übertrug ihm die Sechs Yogas des Naropa, das Mahamudra des Maitripa, und nachdem er diese vollendet hatte, übertrug Milarepa ihm die Kernanweisungen der geflüsterten Überlieferungslinie. Milarepa gab Tarma Wangchuk den neuen Namen „Repa Shiwa Ö“, was so viel bedeutet wie „der in Baumwolle gekleidete Yogi des Lichts des Friedens“.

Von diesem Zeitpunkt an trug Repa Shiwa Ö niemals Lederschuhe, kleidete sich ausschließlich in ein einziges Stück weißer Baumwollkleidung, legte nie mehr als zwei Tage Proviant an und kehrte nie in seine Heimat zurück. Er verzichtete darauf, sich bloß auf Worte zu fixieren, und praktizierte ununterbrochen. Schließlich erlangte er noch zu Lebzeiten die vollkommene Erleuchtung. Dieser Bericht basiert auf Die hunderttausend Lieder des Milarepa."(Dzogchen Ponlop Rinpoche, übersetzt mit DeepL)