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Dragpa Migyur Gocha

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Gyaltsab XII Dragpa Migyur Gocha (*1954) (Quelle: Kagyu.org)


Biographie

"Der zwölfte Goshir Gyaltsab Rinpoche wurde in Nyimo, in der Nähe von Lhasa, in Zentraltibet geboren. Seit Generationen war seine Familie dafür bekannt, hochentwickelte Yogis hervorzubringen, die ihre Errungenschaften durch das Rezitieren von Mantras und tantrische Praktiken erreichten. Gyaltsab Rinpoche war einer dieser Nachkommen, der bereits vor seiner Geburt von Seiner Heiligkeit, dem Sechzehnten Karmapa, anerkannt wurde.

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Gyaltsab XII Dragpa Migyur Gocha (*1954) (Quelle: Dakinitranslations)

1959 begab sich Gyaltsab Rinpoche mit Seiner Heiligkeit auf die Reise nach Sikkim. Er blieb eine Zeit lang bei der Siedlungsgruppe Seiner Heiligkeit im alten Karma-Kagyü-Kloster, das zur Zeit des neunten Karmapa in Rumtek erbaut worden war. In den frühen 1960er Jahren erhielt Rinpoche mehrere sehr wichtige Einweihungen von Seiner Heiligkeit.

Nach diesen Einweihungen war sein Vater der Meinung, dass sein Kind eine moderne Ausbildung in Englisch erhalten sollte, und schickte ihn zum Studium in die Stadt Gangtok. Mit seiner außergewöhnlichen Einsicht, was wirklich nützlich sein würde, entschied sich der junge Rinpoche jedoch, im Kloster Seiner Heiligkeit Dharma zu studieren, anstatt in der Schule zu bleiben. Eines Nachts, kurz nach Mitternacht, verließ er seine Unterkunft in Gangtok und wanderte allein die zehn Meilen nach Rumtek. Bei Sonnenaufgang kam er im neuen Kloster Rumtek an. Als er zum ersten Mal erschien, waren alle Mönche, die ihn sahen, von seinem Mut überrascht und empfingen ihn mit größtem Respekt im Haupttempel, wo Seine Heiligkeit ihn willkommen hieß. Trotz der Meinungsverschiedenheiten zwischen seinem Vater und den Mönchen über seine Ausbildung begann er, zusammen mit drei anderen hohen Rinpoches die Mahayana- und Vajrayana-Lehren der Linie zu studieren.

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Gyaltsab XII Dragpa Migyur Gocha in Bodnath (Quelle: Rinpoche.com)

In Rumtek studierten diese vier Rinpoches mit Privatlehrern grundlegende Rituale und Texte. Sie studierten auch die Mahayana-Philosophie, indem sie zahlreiche Kommentare bekannter tibetischer Lehrer und Gelehrter aus früheren Zeiten sowie Lehren indischer Buddhismus-Meister untersuchten, deren Texte vor vielen Jahrhunderten in die tibetische Sprache übersetzt worden waren.

In früheren Leben waren alle vier Rinpoches große Lehrer und Linienhalter gewesen. In jedem ihrer Leben war ein vollständiges und einzigartiges Beispiel geschaffen worden, beginnend mit dem Lesen- und Schreibenlernen in der Kindheit über den gesamten Prozess des Studiums bis hin zu einer Jugend, die in Disziplin verbracht wurde und zu einem voll ausgereiften Menschen führte.

Seit der Zeit von Shakyamuni Buddha wird uns gelehrt, dass jeder von uns ein wahrhaft vollständiger Mensch werden muss. Für uns als Menschen ist es eine Tatsache, dass wir aufgrund unserer eigenen Sichtweise, Praxis und gewohnheitsmäßigen Reaktionen sowohl gute als auch schlechte Früchte entwickeln. Diese Früchte unserer eigenen Handlungen auf körperlicher und geistiger Ebene können entweder positiv oder negativ sein. Solange wir gewöhnliche Menschen sind, müssen wir uns mit der Wahrheit dieser Erfahrung auseinandersetzen. Große Lehrer wie Gyaltsab Rinpoche sind ein perfektes Vorbild für Menschen und insbesondere für diejenigen, die sich mit der Vorstellung identifizieren können, dass man für sich selbst und auch für andere verantwortlich ist und dass niemand anderes dafür verantwortlich ist, wie wir unser Leben verbringen, ob wir uns Erfahrungen des Glücks oder des Leidens schaffen. Sie zeigen uns, dass der Unterschied zwischen einem erleuchteten und einem gewöhnlichen Menschen nicht in Reichtum, Titel oder Position besteht, sondern nur darin, die gegenwärtige Realität des Geistes zu sehen, die in diesem Moment erfahren wird." (kagyu.org)