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Kumar etal 2015

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Kumar, U., Guleria, A., & Khetrapal, C. L. (2015). Neuro-cognitive aspects of "OM" sound/syllable perception: A functional neuroimaging study. Cognition and Emotion, 29(3), 432-441. https://doi.org/10.1080/02699931.2014.917609

Abstract

„Man glaubt, dass der Klang „OM“ geistige Ruhe und Frieden bringt. Die Aktivität im Gehirn beim Hören von „OM“ wurde im Vergleich zu einem ähnlichen, aber bedeutungslosen Klang (TOM) und einem bedeutungsvollen Hindi-Wort (AAM) mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (MRT) untersucht. Um Störungen durch Scannergeräusche zu vermeiden, wurde die „Behaviour Interleaved Gradient Technique“ benutzt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Hören des Klangs „OM“ im Gegensatz zum bedeutungsvollen Hindi-Wort Bereiche des bilateralen Kleinhirns, des linken mittleren Frontalgyrus (dorsolateraler mittlerer Frontalgyrus/BA 9), des rechten Precuneus (BA 5) und des rechten supramarginalen Gyrus (SMG) aktiviert. Das Hören des „OM”-Klangs im Gegensatz zum „bedeutungslosen” Klang führt zu einer kortikalen Aktivierung im bilateralen mittleren Frontallappen (BA9), im rechten mittleren Temporallappen (BA37), im rechten Gyrus angularis (BA 40), im rechten SMG und im rechten oberen mittleren Frontallappen (BA 8). Die Konjunktionsanalyse zeigt, dass die gemeinsamen neuronalen Regionen, die beim Hören des „OM”-Klangs unter beiden Bedingungen aktiviert werden, der mittlere Frontallappen (linker dorsolateraler mittlerer Frontalkortex) und der rechte SMG sind. Die Ergebnisse passen zu der Tatsache, dass das Hören des „OM”-Klangs neuronale Systeme aktiviert, die an emotionaler Empathie beteiligt sind.“ (Übers.m.DeepL)

Zusammenfassung: Neurokognitive Aspekte der Wahrnehmung des „OM“-Klangs

Dieser Artikel beschreibt eine funktionelle Magnetresonanztomographie-Studie (fMRI), die untersuchte, wie das Gehirn auf das Hören des Klangs „OM“ reagiert.

Ziel der Studie

Das Ziel der Forscher war es zu verstehen, warum der Klang „OM“ oft mit geistigem Frieden und Ruhe in Verbindung gebracht wird. Sie untersuchten, welche Gehirnareale beim passiven Hören von „OM“ im Vergleich zu ähnlichen, aber bedeutungslosen Klängen (z. B. „TOM“) oder gewöhnlichen Wörtern (z. B. „AAM“) aktiviert werden.

Methode

  • Teilnehmer: 21 rechtshändige Männer mit hinduistischem Hintergrund und ohne neurologische Vorerkrankungen.
  • Technik: Es wurde eine spezielle fMRI-Technik genutzt, bei der die Scanner-Geräusche während der Klangpräsentation abgeschaltet wurden, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen.
  • Ablauf: Die Probanden hörten die Klänge „OM“, „TOM“ und das Wort „AAM“ passiv mit geschlossenen Augen.

Zentrale Ergebnisse

Das Hören von „OM“ führte zur Aktivierung spezifischer Gehirnregionen, die mit Emotionen und der Verarbeitung von Lauten zusammenhängen:

  • Empathie und Emotionen: Der linke mittlere Stirnlappen (DMFC) wurde stark aktiviert. Diese Region ist eng mit dem limbischen System verknüpft und spielt eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung von positiven Emotionen und Empathie.
  • Lautverarbeitung: Der rechte Gyrus supramarginalis (SMG) zeigte ebenfalls Aktivität. Dies deutet darauf hin, dass das Gehirn die komplexe Lautstruktur der Silbe „OM“ intensiv verarbeitet.
  • Aufmerksamkeit und Neuheit: Weitere aktivierte Bereiche waren das Kleinhirn (Aufmerksamkeit) und der rechte mediale Schläfenlappen, was darauf hindeutet, dass das Gehirn dem Klang „OM“ eine besondere Bedeutung und Neuheit beimisst.

Fazit

Die Studie belegt, dass der Klang „OM“ im Gehirn neuronale Netzwerke anspricht, die für emotionale Empathie zuständig sind. Dies unterstützt die traditionelle Ansicht, dass „OM“ eine beruhigende und inspirierende Wirkung auf den menschlichen Geist hat. Einschränkend ist zu erwähnen, dass ausschließlich Probanden mit hinduistischem Hintergrund untersucht wurden. Bei dieser Gruppe ist von einem tiefgreifenden biografischen und kulturellen Bezug zum Klang 'OM' auszugehen. Der Einfluss dieser kulturellen Prägung auf die Messergebnisse wurde in der Studie nicht isoliert betrachtet.

Quellenangabe

Kumar, U., Guleria, A., & Khetrapal, C. L. (2015). Neuro-cognitive aspects of "OM" sound/syllable perception: A functional neuroimaging study. Cognition and Emotion, 29(3), 432-441.