Reaktivität
Reaktivität
in der Psychologie bezeichnet die Tendenz eines Individuums, schnell und oft automatisch auf äußere Reize oder innere Impulse zu reagieren, wobei diese Reaktionen häufig emotional getönt und wenig reflektiert sind.
Kernmerkmale psychologischer Reaktivität
Emotionale Reaktivität
umfasst die Intensität, Geschwindigkeit und Dauer emotionaler Reaktionen auf Stimuli. Sie manifestiert sich in drei Dimensionen:
Schwellenwert
Wie leicht werden emotionale Reaktionen ausgelöst?
Intensität
Wie stark fallen die Reaktionen aus?
Erholungszeit
Wie lange dauert es, bis der emotionale Ausgangszustand wieder erreicht wird?
Neurobiologische Grundlagen
Reaktivität korreliert mit der Aktivierung des sympathischen Nervensystems und der Amygdala-Response. Hohe Reaktivität zeigt sich in verstärkter Fight-Flight-Aktivierung und reduzierter präfrontaler Kontrolle.
Meditation und Reaktivitätsveränderung
Forschungsergebnisse zeigen, dass Meditation systematisch die emotionale Reaktivität reduzieren kann durch:
Strukturelle Veränderungen: Regelmäßige Meditation vergrößert den präfrontalen Kortex und reduziert die Amygdala-Reaktivität, was zu verbesserter emotionaler Regulation führt.
Achtsamkeitstraining: Entwickelt die Fähigkeit, zwischen Stimulus und Reaktion einen “Raum” zu schaffen - den berühmten “response space” zwischen Reiz und Reaktion.
Meta-kognitive Fähigkeiten: Meditation stärkt die Beobachterposition gegenüber eigenen emotionalen Zuständen, wodurch automatische Reaktionsmuster durchbrochen werden können.
Die Veränderung erfolgt dabei nicht durch Unterdrückung von Emotionen, sondern durch die Entwicklung einer veränderten Beziehung zu emotionalen Erfahrungen - sie werden weniger als “Ich” identifiziert und mehr als vorübergehende mentale Ereignisse wahrgenommen.
Definition erstellt mit KI (Claude, 8.9.2025)